Was ist Schevi?
Schevi ist eine Web-App, die auf Desktop, Tablet und Smartphone läuft. Lehrkräfte legen Klassen und Schüler an. Ihre Notizen geben sie per Sprache oder Text ein und versehen sie mit Schlagwörtern. Aus diesen Notizen erstellt Schevi auf Knopfdruck Textbausteine und Entwürfe, aus denen sich zum Beispiel ein Förderschulzeugnis oder ein Förderplan zusammensetzen lässt.
Solche Entwürfe sind zu 80 bis 90 Prozent fertig: Die Lehrkraft liest sie gegen, passt hier und da an und überträgt den Text in ihre eigene Vorlage, etwa den Zeugnisvordruck der Schule. Schevi liefert die Inhalte aus den Notizen, also Textbausteine und Absätze, nicht den fertigen Vordruck.
Das Ziel hinter Schevi ist es, ein autarkes System zu schaffen, das Lehrkräfte mit gutem Gewissen nutzen können. So profitieren Lehrkräfte von den Möglichkeiten der KI, ohne beim Datenschutz Abstriche zu machen. Schon heute setzen wir dafür eine europäische, DSGVO-konforme KI-Lösung ein. Mittelfristig wollen wir die KI-Modelle selbst hosten und damit ganz unabhängig von externen Anbietern werden.
Von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb: Ich entwickle komplette Web-Apps und individuelle KI-Software.
Die Idee: eine Lehrerin beschreibt ihr Problem
Eine befreundete Lehrerin beschrieb ihr Problem sehr genau. Sie unterrichtet eine Klasse mit Kindern mit Behinderung, in der besonders viel dokumentiert werden muss: Über jeden Schüler muss sie das ganze Schuljahr über Beobachtungen festhalten. Zum Halbjahr und zum Schuljahresende kommt dann alles auf einmal, und sie muss in kurzer Zeit sämtliche Dokumente erstellen, Förderschulzeugnisse, Förderpläne und mehr. Ihre Frage war, ob sich das nicht digital mit KI erledigen lässt.
Daraufhin habe ich mir technisch überlegt, wie sich das lösen lässt: wo KI sinnvoll ist und wo nicht, wo die Daten liegen müssen und wie es um den Datenschutz steht, denn es geht um Schülerdaten. Aus diesen Überlegungen sind ein Konzept und ein Plan entstanden, wie sich ein erster Prototyp umsetzen lässt.
Erst der Prototyp, dann die richtige Software
Den Prototyp habe ich auf einer selbst gehosteten n8n-Instanz umgesetzt, in zwei bis drei Tagen. Zuerst ging es rein um die Technik, noch ohne echte Daten und ohne erkennbare Schülernamen: Wie nehme ich eine Beobachtung auf, wie transportiere ich sie weiter, wo wird sie sicher abgelegt? Genau dafür ist KI-gestützte Entwicklung stark: Man hat sehr schnell etwas zum Anfassen, das sich im Alltag ausprobieren lässt, und bindet die KI gezielt dort ein, wo sie gebraucht wird.
Heraus kam eine Blaupause, wie sich das Ganze umsetzen lässt. Dabei zeigte sich schnell zweierlei: Der Ansatz funktioniert, und das Problem, in kurzer Zeit viele Dokumente erstellen zu müssen, betrifft nicht nur Förderschulen, sondern Lehrkräfte allgemein. Es gibt also einen echten Bedarf weit über den ersten Fall hinaus.
Auf dieser Grundlage habe ich gemeinsam mit einem Full-Stack-Entwickler begonnen, aus dem Prototyp ein professionelles, sicheres Produkt zu entwickeln. Seit 2025 wird Schevi kontinuierlich weiterentwickelt.
Dabei hat sich eine Arbeitsteilung bewährt, die ich für das Modell halte, nach dem individuelle Software künftig entsteht:
Konzept & KI-Prototyping
Ich habe mehrere Startups gegründet und das technische Verständnis, um Prozesse und Produkte schnell zu durchdringen und zu überlegen, wie sie sich technisch umsetzen lassen. Mit KI entstehen daraus in kurzer Zeit Prototypen, die sich früh ausprobieren lassen, ob als Produkt für Endnutzer oder als internes Tool im Unternehmen.
Engineering-Erfahrung
Christian Wellhöfer, Senior Full-Stack-Entwickler, kommt von der anderen Seite: Er sorgt dafür, dass aus schnellem Code ein verlässliches System wird, sauber strukturiert, abgesichert, mit stabilem Server- und Datenbank-Fundament.
So verbindet Schevi das Beste aus zwei Welten: Mit KI lassen sich sehr schnell neue Wege finden, ausprobieren, testen und um weitere Features ergänzen, und mit Erfahrung wird daraus ein verlässliches, sicheres Produkt. Ein erfahrener Full-Stack-Entwickler blickt dabei nicht auf ein leeres Blatt, sondern auf einen funktionierenden Prototyp. Vieles lässt sich dadurch schneller und besser umsetzen: Manches wird per Code-Review abgesichert, anderes gezielt neu aufgesetzt, weil die Vorlage schon steht.
Für Unternehmen ist das eine gute Möglichkeit, Ideen und Konzepte auszuprobieren, interne Prozesse zu digitalisieren, teilweise oder vollständig zu automatisieren, und schnell und hands-on zu sehen, was machbar ist. Am Ende steht die Gewissheit: kein loser KI-Code, sondern ein funktionierendes, sicheres System, das wirklich trägt, egal ob für interne Abläufe oder für den Einsatz nach außen. Wie das konkret aussieht, zeigt die Seite Individuelle Softwareentwicklung.
Live-Betrieb: Software, die mit ihren Nutzern wächst
Schevi ist heute live und täglich im Einsatz. Es melden sich laufend neue Lehrkräfte an, ihr Feedback steuert die Weiterentwicklung, und aus der ursprünglichen Idee ist ein eigenständiges Produkt geworden. Sie können sich Schevi live unter schevi.io ansehen.
Warum nicht einfach fertige Software kaufen?
Für viele Aufgaben ist Standardsoftware die richtige Antwort: niemand sollte sich eine eigene Buchhaltung programmieren lassen. Trotzdem passt gekaufte Software selten zu hundert Prozent: Oft bleiben Brüche zwischen verschiedenen Programmen, manuelle Übergaben oder Abläufe, die ein Werkzeug einfach nicht abbildet. Mal gibt es für einen sehr individuellen Prozess gar keine passende Software, mal ein Programm, das fast passt, dem aber genau die Funktion fehlt, die Ihre Abläufe verlangen.
Entscheidend ist der Blick auf den vorhandenen Software-Stack: Wo greifen Werkzeuge nicht ineinander, was fehlt ganz? Mit individueller Software lassen sich solche Lücken gezielt schließen, mit kleineren oder größeren Anwendungen, die bestehende Werkzeuge ganz oder teilweise ersetzen, neue Möglichkeiten schaffen oder den Austausch zwischen mehreren Programmen automatisieren.
Lange war die Antwort auf solche Lücken: zu teuer, zu langsam, zu riskant. Maßgeschneiderte Software bedeutete ein großes Budget für einen Software-Dienstleister und viele Monate Vorlauf. KI-gestützte Entwicklung ändert diese Rechnung grundlegend: Ein Prototyp steht in kurzer Zeit, ein nutzbares Produkt in überschaubarem Zeitrahmen, und ob die Idee trägt, wissen Sie, bevor das große Geld fließt. Genau das zeigt der Weg von Schevi.
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